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Storyline


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 Betreff des Beitrags: Storyline
Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 3. Feb 2016, 03:41 
2065
Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.


Nachdem du deinen PC abgesichert und in den Standby-Modus versetzt hast, entscheidest du dich, zusammen mit deinem Kollegen, das Mittagessen in dem nahegelegenen Diner einzunehmen. Nachdem du dein Essen mit deiner Karte gezahlt hast, gehst du hinaus und setzt dich an einen der vielen Tische, die vor dem Dinner stehen. Während du auf deinen Kollegen wartest, fällt dein Blick auf die Schlagzeile einer Zeitung, in den Händen eines weiteren Gastes. 'Projekt ISSBH – Zwei weitere Länder unterschreiben den Vertrag', prangt dir dort in großen Buchstaben entgegen. Projekt ISSBH – Ein Projekt, dem du nicht wirklich etwas Gutes abringen kannst, doch bisher hast du deine Meinung darüber stets für dich behalten. Doch kaum sitzt dein Kollege dir am Tisch gegenüber, ist der Drang etwas zu sagen größer, als das Wissen bezüglich mancher Dinge einfach den Mund zu halten. Du hattest einen schlechten Tag und der Rüffel deines Vorgesetzten nagt noch immer an dir. 'Früher war doch alles besser', fängst du an und deutest mit dem Daumen in Richtung der Zeitung. 'Von wegen zu unserem Schutz. Die wollen uns doch alle nur kontrollieren. Unsere Regierung ist doch nur ein großer Haufen Lügner.' Du nippst an deinem Glas und lässt deinen Blick für einen kurzen Moment die Straße entlang wandern.


Du weißt nicht, dass an einem anderen Ort, nicht nur tausende Meilen entfernt, sondern auch viele Meilen unter der Erde, auf einem Monitor eine Statusmeldung erscheint und ein Programm seine Arbeit aufnimmt. In nur wenigen Sekunden hat das Programm dich geortet und in den Gebäudefassaden versteckte Mikrofone richten sich auf deine Position aus. Doch du merkst nichts davon. Du merkst auch nicht, dass außerhalb deiner Sichtweite eine Drohne schwebt, welche gestochen scharfe Aufnahmen von dir macht. Noch weniger ahnst du, dass in einer Einsatzzentrale sämtliche Daten von dir über einen Monitor laufen und neben deinem Foto die Statusmeldung 'VERDÄCHTIGES OBJEKT' in orangefarbenen Buchstaben prangt.


'Das sind doch alles Kriminelle da oben', entfährt es dir und ignorierst den warnenden Blick deines Kollegen. 'Von wegen Demokratie. Wir sind doch alle nur noch Marionetten, kontrolliert von den Verbrechern da oben, die sich aufspielen, als wären sie die Retter der Nation. Schnüffler sind das! Perverse Spanner! Glaub mir, denen geht es nicht darum Terroristen zu fangen, denn die größten Terroristen sind nämlich die selbst, sondern nur darum ihre abartige Neugier zu befriedigen. Macht wollen sie über uns haben. Die totale Kontrolle.' Dir wird so langsam klar, dass du dabei bist dich in Rage zu reden und deswegen verabschiedest du dich von deinem Kollegen, der die ganze Zeit nicht ein Wort gesagt hat, und begibst dich auf einen Verdauungsspaziergang.


In der Einsatzzentrale prangt mittlerweile in leuchtend roten Buchstaben 'POTENTIELLES RISIKO' neben deinem Foto auf dem Monitor. Gefolgt von einer Systemmeldung: 'Maßnahmen eingeleitet'.


Du gehst die Straße entlang, als dich ein ungutes Gefühl beschleicht. Du drehst dich herum – Doch hinter dir ist niemand. Nichts ungewöhnliches. Du lachst leise auf und schüttelst über dich selbst den Kopf. Wenn das nicht die ersten Anzeichen von Paranoia sind. Du drehst dich wieder herum und setzt deinen Weg fort. Ein wenig in Gedanken versunken überquerst du eine Seitenstraße. Plötzlich siehst du einen Mann mit Sonnenbrille und schwarzem Anzug direkt auf dich zukommen. Genau vor dir bleibt er stehen und als er mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, auf die sich gerade öffnenden Türen eines dunklen SUVs deutet, der wie aus dem Nichts heraus auf einmal neben dir am Straßenrand steht, wird dir klar, dass du bis zum Hals in der Scheiße steckst.

Ein paar Tage später wird dein Kollege die Polizei aufsuchen, um eine Vermisstenmeldung aufzugeben. Er hatte dich daheim besucht, weil er glaubte, du seist krank, doch dort wo du einst gewohnt hast, wohnt nun jemand anderes. Jemand, der dich nicht kennt und dich auch noch nie gesehen hat. Die Polizei wird ihn jedoch mit dem gutgemeinten Ratschlag davon schicken, sie nicht noch einmal verarschen zu wollen, denn eine Person, auf die deine Beschreibung passt, hat es in dieser Stadt nie gegeben. Sie hat nie existiert.

... DU hast nie existiert ...

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Stolzer Besitzer von
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 Betreff des Beitrags: Re: Storyline
Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 3. Feb 2016, 03:41 
Die Erde im Jahre 2065. Der gläserne Mensch. Die Regierung übt die totale Kontrolle aus. Kritik am System ist inakzeptabel und wer es doch wagt, nun der verschwindet spurlos.

In dieser alternativen Zukunft werden Vorgänge aufgegriffen, welche bereits in unserer Zeit Anwendung finden und auf die Spitze getrieben. So zum Beispiel die gängige Methode sämtliche Informationen nicht mehr in Papierform auszugeben, sondern alles zu digitalisieren. Akten und Urkunden liegen nicht mehr fein säuberlich in einem Schrank, sondern existieren als ein Haufen Bits und Bytes auf einer Festplatte. Geld, so wie wir es heute kennen, existiert nicht mehr, da der Großteil ja bereits jetzt schon auf die bequeme Art und Weise der Kartenzahlung zurückgreift und die Abschaffung von Bargeld nur den logischen nächsten Schritt darstellte.
Aber auch technologische Errungenschaften wie zum Beispiel Drohnen, werden in diesem Szenario ihre Rolle spielen. Allerdings wohl auf eine Art und Weise, wie es niemand erwartet hätte. Ja, sie dienen der Überwachung, doch überwachen sie nicht gefährliche Krisengebiete, sondern die ganz normale Bevölkerung. Kameras an jeder Straßenecke, dienen nicht ausschließlich der Eindämmung von Kriminalität, wenn auch die hiesigen PR-Agenturen es uns so verkaufen wollen.

Der Großteil der Bevölkerung kennt die Wahrheit nicht und fragt auch nicht. 'Verdummungs-TV' sei's gedankt. Ein bisschen leichte Kost hier, ein bisschen Beschönigen da und der Durchschnittsbürger ist zufrieden gestellt. Doch was ist mit denen, welche die Wahrheit kennen? Wie viele kennen die Gefahren und schweigen dennoch und wie viele getrauen sich, ihren Mund auf zu machen? Wie viele haben wirklich den Mut, die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen, auch wenn sie wissen, dass sie damit zu einer Gefahr für die nationale Sicherheit werden? Und wie weit ist eine Regierung tatsächlich bereit zu gehen, um den Status Quo aufrecht zu erhalten?

_________________
Stolzer Besitzer von
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