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Kapitel 2 - Taverne
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Autor:  Keeper Of Tales [ Do 17. Mär 2016, 23:31 ]
Betreff des Beitrags:  Kapitel 2 - Taverne

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5ter August im Jahre 4 des Vierten Zeitalters

~Früher Morgen~



Anwesende Personen:

Autor:  Aelric [ Sa 9. Jul 2016, 11:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Kapitel 2 - Taverne

CF: ROHAN - HEERLAGER
Nachdem Aelric sich von Eloin verabschiedet hatte -und ihr noch einmal sehr observierend hinterher geschaut hatte, löste er Augen sowie Gedanken von der Brünetten und gab dem derzeit stärksten Bedürfnis nach – sich zu füttern!
Als er in die Taverne kam, blickten ihm kurz einige müde Gesichter entgegen, denen er, ganz seiner Art nach, mit einem offenen Lächeln und begleitendem Nicken begegnete, aber zum Großteil keine Reaktion erntete. Umso besser, er wollte hier gar nicht groß in Erinnerung bleiben.

Schlendernd lief er durch die überschaubaren Räumlichkeiten, glitt zwischen einigen Gästen hindurch und bahnte sich ohne Eile seinen Weg hinüber an den Tresen, wo eine hübsche junge Frau gerade die Bezahlung für einen gut gefüllten Krug schäumenden Bieres entgegen nahm und sich dann zwangsläufig daran machte, jene herabgetropften Überreste mit einem gräulichen Tuch von Holz zu wischen.
„Seid gegrüßt, meine Liebe.“, lächelte er ihr frei entgegen und bekam, nach einem erst leicht skeptischen Blick, selbst eines zurück. Na, er hatte es eben doch noch drauf, auch in aller Götterfrühe! “Wie ich kann ich Euch helfen, Junge...“ Sein Blick zog sich etwas zusammen, da er damit nicht gerechnet hatte und stumpf einsehen musste, dass die Gute ihn direkt mal verschaukelt hatte – offenbar brauchte er doch wieder etwas mehr Übung... Unschön. Junge... Die Gute war vermutlich sogar nicht mal älter als er, weshalb er durchaus zu deuten wusste, wie diese Bemerkung gemeint war, was es nicht besser machte.

„Autsch...“, knotterte er und legte kurz die Hand gestenreich ans Herz, bevor er sich wieder straffte, ihr mit gehobenen Brauen entgegenblickte und mit einem Seufzen die Mundwinkel verzog. „Ihr solltet nicht zu hart sein...so am frühen Morgen!“, schalt er sie amüsiert mit einem gespielten Hauch von Pikiertheit in der Stimme. „Aber....für einen Extrawürfel Speck vergesse ich, dass ihr mich verletzt habt!“ Er grinste breit, bekam ein amüsiertes Schnauben und wusste bereits, dass er darauf lange warten konnte. „Oh...und ein Bier bitte, gute Frau.“ Nachdem er zusammengekratzt gezahlt hatte, drehte er sich mit dem Rücken, wartend, an den Tresen und sah sich nach einem Platz um, von dem er sein Essen genießen, und das treiben beobachten konnte. Er fühlte sich wohl, inmitten dieser Menschen, dieser Stadt und hätte nichts dagegen, seinen unerlaubten Aufenthalt hier noch eine gute Weile auszudehnen – aber gut, diese Dinge lagen oftmals nur in den Händen der Götter und deren Sinn für 'Humor'.

Er zog den Blick neben sich, auf eine Eckbank und sein Gesicht hellte sich auf; er hatte den jungen Mann bisher gar nicht wahrgenommen, was wohl für diesen und seine Qualitäten stand, unterzutauchen. Cyrion, wie sich Aelric meinte sich an dessen Namen zu erinnern, saß selbst mit seinem Frühstück beschäftigt mit dem Rücken zum Geschehen. Er hatte sich gestern lange mit dem jungen Seemann unterhalten, der offenbar ziemlich weit weg war von zu Hause und keine namenlose Persönlichkeit zu sein schien. Sie waren sich schnell sympathisch gewesen, woran natürlich auch der Fluss aus Bier und Met schuld gewesen sein könnte, aber davon ging er mal nicht aus. Als die abgebrühte Maid ihm dann seine Bestellung hinschob, war diese auch gänzlich uninteressant geworden, weshalb er, ohne einen weiteren Abschied zu Cyrion hinüber ging und sich ungefragt gegenübersetzte.
„Guten Morgen, Freund!“, grüßte er und nahm sich den harten Kanten Brot zwischen die Finger, der bereits leicht vom Fett des Specks durchzogen war. „Wie ich sehe, hat die gestrige Nacht ihren Zoll verbucht?!“ Cyrion war sicherlich einiges gewohnt und sah auch nicht wirklich mitgenommen aus, doch zeugten die leichten Augenringe, die ihm selbst wohl den Blick etwas verdunkelten, von einer im Grunde zu langen Nacht.

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